Freitag, 21. April 2017

[Rezension] Spirit: Du gehörst mir von Carrie Jones und Steven E. Wedel

Freitag, 21. April 2017


Originaltitel: After Obsession
Verlag: Cbt
Umfang: 601 Seiten
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3-5703-0901-8



Klappentext

Traumstimmen, Visionen – Alan und Aimee verbindet ein dunkles Geheimnis. Vom ersten Tag ihrer Begegnung an fühlen sie sich zueinander hingezogen. Und vom ersten Tag an kommt es zu mysteriösen Vorfällen. Als ob ihnen etwas Böses auf den Fersen wäre. 
Doch dann machen sie eine schockierende Entdeckung: Nicht sie werden verfolgt, sondern Courtney, Aimees beste Freundin. Und es gibt nur eine Möglichkeit, sie zu retten: Sie müssen den Dämon, der von ihr Besitz ergriffen hat, austreiben …(Bild- und Textquelle: Cbt Verlag)



Meine Meinung

Ein Jugendbuch, was ganz interessant klang und was von Carrie Jones ist – eine Autorin, die mich bisher eher zur Weißglut getrieben hatte mit ihrem Feen-Roman „Flüsterndes Gold“. Dementsprechend niedrig waren hier meine Erwartungen, aber ich wurde positiv überrascht!
Die Idee des Buches wirkt schon sehr mysteriös und düster, denn es geht um eine Besessenheit eines Dämons und dessen Austreibung. Vorher habe ich so etwas noch nie gelesen und um alle Horrorfilme mit dieser Thematik einen weiten Bogen gemacht. Doch dies hier ist ein Jugendbuch, also habe ich mich einmal daran getraut. 
Die Umsetzung der Thematik war sehr seicht und es dauert länger, bis man klare Linien erkennen kann. Vor allem zu Beginn wirkt alles noch sehr gestellt, distanziert und ein wenig auf's Unwesentliche konzentriert. Im Verlauf nahm alles ein wenig mehr Gestalt an und konnte mich schon besser für sich einnehmen. Die Mischung von indianischer Mythologie und den dunklen Elementen der Dämonenbessessenheit sind absolut gelungen. Die düstere und etwas distanzierte Atmosphäre trug große Teile zur Stimmung des Buches bei und ließ mich oftmals ein wenig gruseln, was aber noch in einem angenehmen Rahmen war. 
Mein Lesespaß war gerade zu Beginn noch nicht vorhanden, da quälte ich mich ein wenig durch die Startschwierigkeiten, aber im Verlauf konnte dieser doch immer mehr zunehmen und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und wie alles aufgelöst wird. Dennoch ist so eine Mysterie einfach nicht meins...

Die Charaktere sind am Anfang ein wenig blass, bekommen im Verlauf aber ein wenig mehr Farbe. Gerade die Protagonistin Aimee ist mir am Anfang gar nicht sympathisch, sehr kühl und ein wenig merkwürdig. Als dann ihr späterer Love-Interest Alan auf den Plan tritt wird alles klarer und er ist mir auch sofort sympathisch. Dadurch wird auch Aimee ein wenig sortierter und klarer. 
Dennoch ist die Beziehung der beiden ab einem bestimmten Punkt einfach überzogen, unpassend und künstlich. Schnell werden die beiden zusammen nervig und der Tonus der Geschichte ändert sich stark. Zum Glück dauert dieser Zustand nicht lang an und man kommt zurück zum gruseligen Grundtonus. 
Weitere Nebencharaktere machen die Handlung dynamischer und gerade die Familien der beiden Hauptcharaktere lassen sie lebendig und tiefgründiger erscheinen. 
Emotionen gab es bei mir auch, allerdings war vor allem der Gruselfaktor sehr hoch. Die Liebesgeschichte der Charaktere konnte mich eher weniger berühren, weswegen die Palette an Gefühlen eher einseitig blieb.

Der Start in das Buch war sehr holprig bzw. wird man einfach in eine Handlung geworfen und findet sich erst mal gar nicht zurecht. Am Anfang ist vieles sehr unverständlich, aber die fantastischen Elemente konnten mich doch an sich fesseln. Auch wenn mir das Buch manchmal ein bisschen zu psychopathisch war und manche Details mir lächerlich vor kamen (wie der Verkauf eines Marilyn Monroe Cheetos, was immer wieder thematisiert wird). 
Auch die weitere Handlung scheint dann einen roten Faden aufzuweisen, mit klarem Ausgang und kleinen spannenden Szenen mit dem mysteriösen Flussmann und dem Highschool-Leben der Schüler. An manchen Stellen war ich dennoch ein wenig gelangweilt und es war glasklar, in welche Richtung das Ganze gehen wird. Ich war im Bann des Geschehens gefangen, aber dennoch kamen keine weiteren Überraschungen und die Spannung wurde nur durch die Atmosphäre aufrecht erhalten. 
Das Ende war passend, viele Fäden führen zusammen und dennoch lassen sich die Autoren ein wenig Spielraum offen für weitere Geschichten im Universum. Einige offene Fragen weisen auch darauf hin, was mich allerdings nicht ganz so sehr interessiert. Das Buch war nett zu lesen, aber ich hungere nicht unbedingt nach mehr.
 
 
 

Fazit

„Spirit: Du gehörst mir“ ist ein sehr mysteriöser, fantastischer Roman mit einem hohen Gruselfaktor und geheimnisvoller Atmosphäre. Die Mischung aus indianischer Mythologie und dem Fakt einer Bessessenheit durch einen Dämon ist wirklich gelungen, wenn auch an manchen Stellen einfach ein wenig zu vorhersehbar. Der Start ins Buch war eher schwierig und ich musste mich auch erst an die Charaktere gewöhnen, bevor ich mit ihnen klar gekommen bin. Insgesamt war das Buch ganz nett und ist empfehlenswert, traf aber nicht ganz meinen Interessenbereich.


Spirit: Du gehörst mir bekommt:

3,5/5 Herzen


1 Kommentar[e]:

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