Mittwoch, 4. April 2012

[Rezension] Starters von Lissa Price

Mittwoch, 4. April 2012



Autor: Lissa Price
Titel: Starters
Reihe: Starters #1
Verlag: Ivi Verlag
Umfang:
396 Seiten
Preis: 15,99 €uro
ISBN: 978-3-492-70263-8
Leseprobe


Klappentext

Die 16-jährige Callie verliert ihre Eltern, als eine unheimliche Infektion alle tötet, die nicht schnell genug geimpft werden – nur sehr junge und sehr alte Menschen überleben. Während die Alten ihren Reichtum mehren, verfallen die Jungen der Armut. Hoffnung verspricht die Body Band, ein mysteriöses Institut, in dem Jugendliche gegen Geld ihre Körper verleihen können. Das Bewusstsein des alten Menschen übernimmt den jungen Körper für eine Zeit, um wieder jung zu sein. 
Doch bei Callie geht es schief: Sie erwacht, bevor sie erwachen darf – in einem Leben, das ihr völlig unbekannt ist. Anstelle ihrer reichen Mieterin bewohnt sie eine teure Villa, verfügt über Luxus im Überfluss und verliebt sich in den jungen Blake. Bald aber findet sie heraus, dass ihr Körper zu einem geheimen Zweck gemietet wurde – um einen furchtbaren Plan zu verwirklichen, den Callie um jeden Preis verhindern muss… (Text- & Bildquelle: Ivi Verlag)


Meine Meinung

Bevor das Buch auf meine Wunschliste gewandert war, fiel mir die Leseprobe in die Hände, welche ich auch in wenigen Minuten verschlungen hatte. Ich fand schon die wenigen Seiten echt gut, und wollte es unbedingt lesen, mehr über diese Welt erfahren. Ich hatte gehofft, dass mich das Buch begeistern kann, denn die Idee fand ich richtig klasse.
Und das Buch hat mich begeistert.

Zu Beginn des Buches wird man sofort in die spannende Handlung geworfen. Callie, aus deren Sicht auch erzählt wird, ist zu Besuch in der Body Bank, um sich über die Jobs zu informieren. Dort lernt sie einige Enders – so werden die Senioren bezeichnet, kennen, die ordentlich mit ihrem Luxus anzugeben wissen. Schon hier sieht man die krassen Unterschiede zwischen Starters – so werden widerrum die Kinder und Jugendlichen bezeichnet – und Enders. Das Leben auf der Straße gegen das Leben in Reichtum.
All das, was in der Vergangenheit passiert ist, wieso das ganze so gekommen ist, und warum Callie zur Body Bank gegangen ist wird anfangs sehr mysteriös und gleichzeitig spannend gehalten. Mit der Zeit lernt man aber immer mehr darüber kennen.
Für mich war es wirklich ziemlich schockierend zu sehen, welche krassen Unterschiede zwischen den Jungen und den Alten herrschen. Es ist schon richtig unmenschlich, wie mit den verbliebenen Kindern und Jugendlichen umgegangen wird. Die älteren Menschen vergessen einfach, dass doch die Jüngeren der Schlüssel zur Zukunft sind und sie doch im Endeffekt alle gleich sind. Stattdessen werden sie ausgenutzt für Sklavenarbeit oder eben den Körpertausch von der Body Bank.
Durch diese Unterschiede bleibt die Handlung insgesamt düster, auch wenn es Lichtblicke und schöne Momente im Buch gibt, so bekommt man die Realität immer wieder zu spüren. So sollte man auch nicht eine zu große Liebesgeschichte erwarten – diese spielt sich eher nebenbei ab, und steht auch nicht direkt im Vordergrund, was ich aber ganz gut so fand. Sie war eine nette Abwechslung zur Haupthandlung, welche vom ersten Moment an einfach nur unfassbar spannend und abwechslungsreich war.

Callie ist ein starkes und kluges Mädchen. Sie liebt ihren jüngeren und kranken Bruder Tyler über alles, und versucht ihn zu schützen, sowie ihm ein gutes Leben zu ermöglich, jedenfalls so gut es geht und was für ihre Verhältnisse möglich ist. Für ihr Alter ist sie außerdem schon sehr erwachsen, und mit der Zeit entdeckt man an ihr auch eine rebellische Seite, die für die weitere Handlung ziemlich wichtig ist.
Bei Szenen, die mit ihr und Tyler zu tun hatten, ging mir jedes Mal das Herz auf. Der Junge ist einfach goldig, und begreift einfach noch nicht, in was für einer schlimmen Welt sie sich nun befinden.
Michael ist ein Mitbewohner und auch Freund der beiden. Er gibt Callie den Halt, den sie braucht. In so einer schwierigen Zeit ist die menschliche Nähe besonders wichtig, und die bekommt sie von ihm. Sie stehen sich wirklich sehr nahe, und auch mir war er sympathisch. Auch wenn ich seine Beweggründe später nicht immer nachvollziehen konnte, aber ich hoffe, man bekommt im folgenden Band eine Erklärung dafür. 
Außerdem gibt es eine kostenlose Kurzgeschichte (*hier*) aus seiner Sicht, wo man ihn schon etwas besser kennenlernt und erfährt, wie wichtig im Callie eigentlich wirklich ist.
Aber da gibt es ja noch den jungen Blake, den Callie kennenlernt, als sie in einem luxuriösen Leben feststeckt. Auch mich wirkt Blake ebenfalls toll. Er ist zwar reich, aber trotzdem kein Angeber. Er gehört zu den Reichen, da er Großeltern besitzt, die ihn aufgenommen haben, und muss so nicht Zwangsarbeiten erfüllen und auf der Straße um das Überleben kämpfen. Das Tolle an ihm ist, dass er für Callie sogar die gefährlichsten Sachen macht. Dabei hat er sich meinen Respekt verdient.

An einem bestimmen Punkt fand ich die Handlung etwas vorhersehbar. Callies Körper wurde gemietet, um einen Mord zu begehen, und als sie früher erwacht, versucht sie herauszufinden, wer ihr zum Opfer fallen sollte. Das war für mich relativ schnell klar.
Aber dagegen waren für mich viele andere Stellen einfach nur Überraschung pur, was wenige vorhersehbare Punkte sofort wieder wett machten. Auch Wendungen mehrten sich mit fortschreitender Handlung, die mich einfach nur total überraschten.
Die Liebe spielt hierbei, wie schon gesagt, eine eher untergeordnete Rolle. Die Verschwörung und die dystopischen Elemente überwiegen und stehen im Vordergrund, was mir richtig gut gefiel. Es stört wirklich gar nicht, und ich denke, die Liebe tritt im zweiten Band vermehrt auf.
Es bleibt wirklich spannend bis zum Schluss – und dieser haut noch mal richtig rein! Was einem dabei alles als Leser klar wird, ist unvorstellbar und macht einen richtig gespannt auf den zweiten Teil. Ich bin einfach nur noch beeindruckt von dem Buch.


Fazit

Für mich war das Buch einfach rundum perfekt und stimmig. Seien es die sympathischen Charaktere, die sehr real handeln, die zarten Liebesbande oder die spannende, dystopische Haupthandlung, wo es einen Mord zu verhindern gilt: alles hat für mich gepasst. Da kann man auch über einen klitzekleinen Kritikpunkt hinwegsehen, und sich einfach in diese Welt fallen lassen. Auch wenn sie düster erscheint, sie begeistert. Und das mit Sicherheit viele!
Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen und bin schon gespannt, ob Callie den Kopf des Komplotts im nächsten Band fassen kann.


Starters bekommt:
5/5 Herzen


Starters & Enders

Band 1: Starters

2 Kommentar[e]:

  1. Sehr schöne Rezension. :) Starters liegt bei mir noch auf dem SuB und ich freue mich schon drauf. :)

    LG
    Lydia

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  2. Mich hat das Cover schon immer fasziniert, aber auch abgeschreckt^^ dank deiner Rezi könnt ich mir das doch noch holen....klingt jedenfalls interessant :)

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